Ein Blick hinter die Kulissen

Die Geheimnisse hinter meinen Gemälden.

Hast Du Dich jemals gefragt, was den besonderen Ausdruck und die Farbtiefe meiner Gemälde ausmacht?

Heute möchte ich Dich in meine Welt der Malerei mitnehmen und Dir zeigen, wie meine Werke entstehen – von der ersten Idee bis zum letzten Pinselstrich.

Dabei verrate ich Dir, welche ungewöhnliche Farbe ich verwende, welche drei Schritte ich durchlaufe und wie digitale Malerei meinen Werken den letzten Feinschliff verleiht.

Eine ungewöhnliche Farbe

Die leuchtenden, intensiven Farben meiner Gemälde verdanke ich einem besonderen Material: Wasservermischbaren Ölfarben von Cobra (Royal Talens).

Diese hochpigmentierten Ölfarben in Profiqualität bieten die gleiche Tiefe und Brillanz wie traditionelle Ölfarben, lassen sich jedoch mit Wasser anstelle von Terpentin verdünnen.

Wasser und Öl vermischt – wie soll das gehen?

Eine kleine Modifikation in der Zusammensetzung macht es möglich!

Für mich, als ehemalige Materialwissenschaftlerin, ist dies die logische Weiterentwicklung traditioneller Ölfarben.

Doch die Vorteile gehen weit über die chemische Raffinesse hinaus.

Diese Farben sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern erlauben es mir, ohne giftige Dämpfe zu arbeiten – ein Gewinn für meine Gesundheit und die Natur.

3 Schritte, die jedes meiner Werke durchläuft

Der kreative Prozess hinter meinen Gemälden ist untrennbar mit den Orten verbunden, die ich male.

Diese drei Schritte sind für mich essenziell, um die besondere Atmosphäre und Tiefe einzufangen:

Schritt 1: Die Inspiration vor Ort einfangen

Alles beginnt mit einem Ausflug, einer Wanderung oder einer Erkundungstour in die Berge – am liebsten zu einem meiner Kraftorte.

Mit meiner Kamera, sei es mein iPhone oder meine DJI-Kamera, halte ich Referenzfotos und Videos fest. Dabei nehme ich die Atmosphäre des Ortes intensiv in mich auf: die Farben, das Licht, die Luft.

Je nach Gegebenheit male ich auch Pleinair-Bilder direkt vor Ort, um die Farben noch besser zu erfassen und die Stimmung authentisch einzufangen.

Schritt 2: Skizzen und Farbstudien

Zurück im Atelier entstehen erste Skizzen und Farbstudien, um die Komposition und Farbwerte zu bestimmen.

Dieser Schritt hilft mir, die Essenz des Ortes zu verdichten und die emotionale Wirkung zu planen, die das fertige Werk erzielen soll.

Schritt 3: Der Malprozess

Erst jetzt beginne ich mit dem eigentlichen Malen.

Mit den wasservermischbaren Ölfarben von Cobra baue ich die Szene Schicht für Schicht auf. Dabei arbeite ich an der Tiefe und Lebendigkeit, die meine Gemälde auszeichnen, um die Atmosphäre des Ortes so authentisch wie möglich darzustellen.

Wann ist ein Werk eigentlich fertig?

Wenn ich ein Werk für fertig halte, hänge ich es in meinem Atelier auf und betrachte es über mehrere Tage hinweg.

Oft entdecke ich in dieser Phase noch kleine Korrekturen oder Veränderungen, die das Bild ausdrucksstärker machen könnten.

Es ist ein kreativer Moment, in dem ich innehalte und reflektiere, wie ich die Botschaft und den gewünschten Narrativ des Werkes noch präziser hervorheben kann.

Dieser Prozess des Beobachtens und Verfeinerns ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit und trägt dazu bei, jedes Bild zu seiner besten Version zu machen.

Manchmal reicht eine kleine Veränderung, ein i-Tüpfelchen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. In anderen Fällen braucht es jedoch noch ein wenig mehr, bis ich mit dem Ergebnis vollkommen zufrieden bin:

Digitale Malerei – in der Ölmalerei

Obwohl ich mich der traditionellen Ölmalerei verschrieben habe, setze ich in diesem kreativen Stadium digitale Tools wie die App Procreate ein.

Ich fotografiere mein Gemälde und male digital daran weiter – oft in mehreren Varianten, immer mit der Frage im Hinterkopf: „Was wäre, wenn…?“

Diese Technik gibt mir die Freiheit, mutig verschiedene Ansätze und Möglichkeiten zu erkunden, ohne das Original zu verändern.

Durch diesen kreativen Prozess entscheide ich mich für die ausdrucksstärkste Variante und setze sie dann in Öl um.

Manchmal entsteht daraus sogar eine zweite Version des Bildes.

Aber oft sind es nur kleine Details – Highlights, die leicht abgewandelte Form eines Berges oder die Gestaltung eines Schattens – die den entscheidenden Unterschied machen.

Es ist ein für mich bedeutender Prozess-Schritt, in dem ich nicht nur das Werk verfeinere, sondern auch aktiv an meinen eigenen Fähigkeiten arbeite und mich als Künstlerin weiterentwickle.

Diese Verbindung aus traditioneller Ölmalerei und moderner digitaler Technik erlaubt es mir, meinen Gemälden noch mehr Tiefe und Ausdruck zu verleihen. Sie vereint die zeitlose Schönheit klassischer Maltechniken mit den innovativen Möglichkeiten digitaler Werkzeuge – eine Symbiose, die jedes Werk zu etwas Besonderem macht.

Ich hoffe, Dir hat dieser Einblick in meine Arbeitsweise gefallen! Wenn Du Fragen oder Anmerkungen hast, freue ich mich über Dein Feedback – schreibe mir einfach eine Nachricht über das Kontaktformular.

Herzliche Grüsse,

Franziska

Zurück
Zurück

Dein Weg zu einem besonderen Kunstwerk